3 Künstlerinnen machen 60 Hamburger zu Privatgaleristen
Über ein halbes Jahr habe ich mich mit meinen Künstlerkolleginnen Helga Adam und Andrea Nimax mit völlig sinnlosen Dingen beschäftigt. Ab Donnerstag, dem 10. April, stellen wir die Ergebnisse unseres Künstler-Projekts [völlig] sinn-los in Hamburg-Osdorf im Künstlerhaus eins eins aus. Auch die Dokumentation unserer Aktion Kunst sucht Uschi, mit der wir 60 Hamburger mit unseren Arbeiten zu Privatgaleristen gemacht haben, wird in der Ausstellung zu sehen sein.
Zur Vernissage, die um 19 Uhr beginnt, laden wir herzlich ein. Neben einleitenden Worten gibt es Musik von Kathryn und Reinhard, eine Lesung von Cenk Bekdemir und einer Sinn-Verlosung unter Rechtsaufsicht. Wir freuen uns auf viele Gäste und gute Stimmung!

Die Öffnungszeiten nach der Vernissage sind samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung mit uns Künstlerinnen oder unter Telefon 040/394622.
Schlafen! Vielleicht auch Träumen!
Ja, da liegt sie. Was ihr im Schlaf wohl für Träume kommen mögen.

Oder die irdische Verstrickung ist nicht gelöst und zwingt sie still auf einem Stuhl zu sitzen.

Und sie bewegt sich doch!
»Das stimmt doch nicht«, denkst Du, und hältst Deinen Stift horizontal, vertikal, diagonal, verfolgst Punkt zu Punkt… Der rechte Ellbogen war eben noch eindeutig weiter links und auf Höhe der linken Schulter, der Arm links hat mehr nach vorn gezeigt, der Kopf… Nein, das Modell liegt nicht auf einer Drehscheibe – es ist wohl nur die ganz normale Erdrotation.
Früchte des Zorns und andere Gefahren
Nach dem Angriff der Killertomaten rächen sich nun auch andere Pflanzen mit Terror, z. B. durch Zurückbeißenden?

Auf andere Art blutrünstig wurde es mit einer weiteren Pose des Modells. Die Säge war echt, aber keine Angst, es gab keine Verletzten.

You’ll never walk alone
Hey, wer kratzt mir mal den Rücken, ich komm da nicht an.
Und schon erklärt sich jemand von der anderen Seite (der des Buches oder der des Ozeans) bereit, diesen Wunsch zu erfüllen.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …
… und das Handtuch des Aktmodells. Ich erkläre das jetzt einfach mal als meine vorauseilende* Solidarität mit dem Misstrauensantrag der EU-Grünen gegen die Entscheidung zur Zulassung von Genmais.
*Die Skizze ist von gestern Abend.
Laune kaufen?

Ich habe es auch schon oft versucht, mir meine Laune schön zu kaufen, hat aber leider nicht funktioniert. Vielleicht lag es ja einfach nur an der Höhe der Investition. Der junge Mann (rechts – war gar nicht so jung, wie er auf der Skizze scheint) überlegt wohl, was er noch veräußern könnte, um seine Laune zu verbessern. Oder hat er es gemacht wie Sterntaler? Hat all seine Kleider für Bedürftige hergegeben und wartet nun auf den Sternensegen, der ihm in den Schoß fällt?
Das Bedienen der Maschinen …
… ist nur in vorgeschriebener Schutzkleidung und mit zusammengebundenen Haaren erlaubt.

»Kommt, fragt weiter!«
Was wären die folgenden Fragen? Zieht er sich aus, zieht er sich an? Ist das womöglich Peter Handke? Oder sein Sohn? Ist er ein Vertreter von Liquid Democracy und springt gleich ins kalte Wasser der Meinungsbildung? Oder hat er eher Angstträume über den Verfall des Urheberrechts? Sind diese Fragen überhaupt noch aktuell? Und wo ist die Klobürste?
Das ist doch keine Kunst…
… Nee, ist aber trotzdem schön und macht(e auch) viel Arbeit*.
So sah das alte Sofa aus. 
Da musste doch was gemacht werden:

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und da macht es auch Vergnügen, wenn man sitzen gelassen wird.

*frei nach Karl Valentin



